Energieausweis und EnEV 2009

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EnEV 2014 - neue Energieeinsparverordnung

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EnEV 2014: Was kommt wann? 04.11.2013

Energieausweis für Wohngebäude:
EnEV 2014 führt Bandtacho samt Effizienzklassen ein


Das Bundeskabinett hat am 16. Oktober 2013 die neue Energieeinspar-Verordnung (EnEV 2014) verabschiedet. Der Energieausweis für Wohngebäude wird die Energieeffizienz künftig wie im Bild 1 darstellen. Am selben Tag fragten wir die Abonnenten unseren EnEV-Newsletters, was sie von dieser Lösung halten. Sie konnten eine der folgenden Bewertung anklicken (sehr gut; akzeptabel; nicht zufriedenstellen; sehr schlecht) sowie einen zusätzlichen Kommentar abgeben. Erfahren Sie hier wie das Meinungsbild sich gestaltet und lesen Sie einige beispielhafte Argumente, bzw. Kommentare der Umfrage-Teilnehmer.

Energieeffizienz von Wohngebäuden im Energieausweis


EnEV 2014: EnEV 2014: Empfehlung Umweltausschuss Bundesrat

Bild 1: EnEV 2014 - voraussichtlich ab 1. Mai 2014


EnEV 2009: EnEV 2009: Aktuell geltende Verordnung

Bild 2: EnEV 2009 - aktuell (noch) geltende Regelung

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Überblick der abgegebenen Bewertungen

Fast die Hälfte unser Umfrage-Teilnehmer finden die Kombination "Bandtacho plus Energieeffizienzklassen" sehr gut und ein Drittel sind der Meinung, dass er akzeptable sei. Nicht zufrieden sind ein Fünftel aller Umfrage-Teilnehmer. Lesen Sie einige beispielhafte Argumente, welche die Teilnehmer zusätzlich zu ihren Bewertungen eingaben.

Auswertung Ergebisse der Umfrage zum Energieausweis nach EnEV 2014

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Argumente für "Finde ich ... sehr gut!"

  • Diese Regelung stellt für den Eigentümer kein weiteren Aufwand dar, auch verursacht es keine weiter Kosten für ihn, da alte Ausweise bestehen bleiben. Die Verbraucher, Mieter und Käufer, kennen diese System jedoch aus der aktuellen Praxis womit der Ausweis eine Aussagekraft für die Nachfrager bekommt.
    Draufschauen, weglegen später im Gespräch an den Wert erinnern. Was hängen bleibt ist: Der Pfeil war ziemlich weit links. Der Wert ....(Vergessen) Da ist ein großes C doch sehr einprägsam. Und C ist eben zwischen 75 und 100.

  • Endlich ist bei Grün nicht mehr alles OK. Wir können besser als der Anfang von Grün. Und das sollte erkennbar sein. Die Bauwirklichkeit ist bereits bei A und A+ angelangt, wenn man mit Architekt plant. Daran und nicht nur an "Grün" sollten Bauträgerobjekte sich messen lassen müssen. Das wird nun der Fall sein können, wenn es Buchstaben im Farbverlauf gibt.
    Energieeffizienz mit Bemerkung A+ u. ä. ist bereits auf dem Markt bei fast allen Elektrogeräte. Es ist der Stand der Technik.
    Erinnert an die Einteilung von Kühlschränken, etc. Damit können Laien diese Einteilung evtl. besser nachvollziehen.
    Erinnert an die Einteilung von Kühlschränken, etc. Damit können Laien diese Einteilung evtl. besser nachvollziehen.

  • Alle Maßnahmen, die die Transparenz und damit auch die Akzeptanz des Energieausweises erhöhen, sind gut.

  • Autoreifen, TV, Kühlschränke haben Bandtacho. Habe meine Reifen auch nach Bandtacho gekauft - Kriterium Spritverbrauch, Nasshaftung, danach der Preis.

  • Bessere Zuordnung und Einstufung wie bei Elektrogeräten.

  • Da Bauherrn auch teilweise keine Ahnung vom Bauwesen haben können (besonders Mieter), ist es sinnvoll eine schnell verständliche Kategorisierung zu finden. Die Energieklassen sind hierfür innerhalb der deutschen Bevölkerung bekannt, gut einschätzbar und somit gut geeignet.

  • Da man die Einteilung A+ bis H schon von den Effizienzklassen der Elektrogeräte kennt, kann man so auch den Energiebedarf des Gebäudes leicht ablesen und zuordnen, ohne besondere Kenntnisse.

  • Damit können auch Bürger, die sich mit dem Thema nicht so auseinandersetzen auf einen Blitz die Energieeffizienz eines Gebäudes einordnen.

  • Damit weiß jeder Bescheid. Effizienz-Klasse: ungefähr richtig ist besser als haargenau falsch Wert: gut - da kann jeder ausrechnen was das Gebäude an Heizenergie pro Jahr kosten wird: ... kWh x Preis pro kWh

  • Das Aufzeigen bzw. Einteilen in mögliche Energetische Gebäudeklassen verdeutlicht, (besonders) der "breiten" Bevölkerung den Energetischen Standard eines Gebäudes. Diese zusätzliche Komponente ist meiner Meinung nach noch übersichtlicher als nur die rein absoluten Energetischen Kennwerte eines Gebäudes darzustellen. Eine erste Einschätzung des voraussichtlichen Energetischen Bedarfs eines Gebäudes fällt hiermit noch leichter.

  • Das scheint im Moment die übersichtlichste und effektivste Variante zu sein, um die Energieeffizienz an Gebäuden darzustellen.

  • Der Bandtacho mit Effizienzklasse bedient sowohl den fachkundigen wie auch den nichtfachkundigen Nutzer. Durch die zusätzliche Darstellung der Effizienzklassen wird ein breiteres Nutzerportal der nichtfachkundigen Nutzer angesprochen, das sich dann auch tatsächlich mehr mit der Energieeffizienz befasst. Weiter werden für den Nutzer vertraute Darstellungen (Elektrogeräte usw.) herangezogen, die es dem nichtkundigen Nutzer einfacher machen.

  • Der bisher eingeführte "Balken" ist allen beteiligten bekannt und wird sinnig und transparent um die Klassen erweitert.

  • Der Kunde, jeder kann den Ausweis besser einschätzen und bewerten aufgrund gleichartiger Bewertung anderer energieverbrauchender Sachgüter.

  • Der bisherige Farbverlauf ist zwar für Fachleute informativ genug, der "normale" Verbraucher kennt aber von den Elektrogeräten die Einteilung in Effizienzklassen. Dies ist für ihn transparenter.

  • Die ABC-Darstellung ist den Menschen von anderen Produkten vertraut. Viele können mit den Begriffen End- oder Primärenergie nichts anfangen.

  • Die Effizienzklassen haben sich mit den Elektrogeräten bei den Verbrauchern eher eingebürgert, und da es fast nur noch Geräte mit A und besser gibt, sehen die Besitzer oder Mieter das eine Klasse D schon eher schlecht ist.

  • Die Einordnung der Gebäude in unser gesamtes Energieeffizienzverständnis wird mit dem Buchstaben wesentlich einfacher. Problematisch bleibt weiterhin das massive Vergleichsproblem zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis.
    Die Einteilung in Klassen von A - H sind leichter einzuprägen als der Verbrauch in kwh(m²a).

  • Die Einteilung ist von Küchengeräten bereits bekannt. Einziger Nachteil: Als Besitzer von älteren Häusern gibt es eine Abwertung durch eine Verschiebung in den roten Bereich. Während 250 kWh/m2a bisher noch "gelb" war, ist dies in der EnEV 2014 nun "rot"...

  • Die Einteilung macht das Ergebnis für Bauherrn greifbarer als eine kWh/m²a Angabe. Eventuell führt es auch dazu, dass abseits von KfW Förderungen versucht wird eine höhere Effizienz-Klasse zu erreichen. Zum Beispiel: mit 60 kWh/m²a liegen wir im Bereich B, wenn wir aber unter 50 kWh/m²a kommen können wir das Haus mit A bewerben und besser verkaufen oder vermieten, daher werden weitere energetische Optimierungen geprüft und kommen wahrscheinlich zur Ausführung. Womit die energetische Gesamtqualität des Gebäudebestandes steigen würde.

  • Die farbliche Darstellung kennt man bereits. Seit einigen Jahren ist die Energieeffizienzklasse bei allen elektrischen Geräten angegeben. Mit diesen Klassen kann glaube ich mittlerweile jeder etwas anfangen. Beides finde ich gut!

  • Effizienzklassen erinnern an Energielabel bei Kühlschränken etc. hiermit kann der Mensch was anfangen u. vergleichen
    Effizienzklassen sind dem Verbraucher bekannt.

  • Es eine gute Verknüpfung Gebäude zu elektrotechnische Geräte. Es erleichtert dem Verbraucher die Orientierung und spornt den Gebäudeeigentümer an sich mit der energetischen Bewertung auseinanderzusetzen.

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Argumente für "Finde ich ... akzeptabel!"

  • Akzeptabel im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit, wenn es darum geht den Kennwert kWh/(m²a) einzuordnen und diese in Kategorien einzuordnen. Bekannt von anderen Kennzahlensystemen zur Bewertung von Energieeffizienz ist eine Zuordnung von Klassen bis A+++, welcher hier hätte Rechnung getragen werden sollen, u. a. um ggf. schärfere Ziele zu definieren, um diese ggf. mit Fördermaßnahmen zu unterstützen.

  • Besser als vorher, da deutlicher wird wie gut/schlecht das Gebäude im Vergleich steht. Jedoch hat sich das Energielabel wie es bei Elektrogeräten eingesetzt wird europaweit als Anzeige auch für die Gebäude-Energieeffizienz durchgesetzt. Deutschland fährt also immer noch einen "Außenseiterweg", der übersichtlicher sein könnte. Hinzu kommt, dass Klasse "C" beispielsweise immer noch den Anschein erweckt "ganz gut" zu sein.

  • Besser als die bisherige Darstellung mit Nachkommastellen. Ein Bezug zur Wohnfläche und nicht zur Nutzfläche (AN) wäre noch sinnvoller, da die Meisten Nutzer mit AN nichts anfangen können.

  • Der Endenergiebedarf wird in für den Laien verständlich in vergleichbare Klassen eingeteilt. Jedoch fehlen Angaben wo normalerweise ein Alt- Neu- oder Umbau in dieser Skala auftaucht.

  • Die Bezeichnungen A+, A, B, etc. erinnern an die Einstufungen bei Kühlschränken, darauf hätte man auch verzichten können.

  • Die Einführung der Effizienzklassen in Energieausweisen könnte für Laien eine "greifbarere" Bewertungsgröße darstellen, als der Absolutwert eines spezifischen Endenergiebedarfs.

  • Die Einteilung in Buchstaben ist bei Verbrauchern von Elektrogeräten bekannt und erleichtert im Gespräch die schnelle Einordnung eines Gebäudes. Die Zuordnung des Buchstabens C zu einem Endenergiebedarf von 75-100 kWh/m²*a ist allerdings in Bezug auf einen sanierten Altbau schon psychologisch ungünstig, da mit großem (finanziellen) Aufwand "kein "optimales" Ergebnis" (das würde ein "A" oder besser) erreicht werden kann.

  • Die Grenzstriche zwischen den Effizienzklasse A+ bis H sollten mit dem entsprechenden Grenzwert versehen werden, damit jeder Nutzer erkennen kann, wie weit ein festgestellter Energiebedarfswert eines Gebäudes vom nächsten Grenzwert entfernt liegt.

  • Die Klassifizierung von A++ bis H ist beim Verbraucher durch den Einsatz bei weißer Ware etc. bereits bekannt und akzeptiert. Die Angabe von kWh/(m²·a) ist jedoch für denjenigen interessanter der sich etwas mehr mit dem Ausweis auseinandersetzt.

  • Noch besser wäre die Abschaffung des Bandtachos und die Einführung derselben grafischen Skala wie sie auch bei allen anderen Erzeugnissen (Kühlschränke, Fernseher) vorliegt, gerade um einen einheitlichen, allgemein anerkannten und akzeptierten Standard zu erzielen. Die Bezifferung des Qp-Ist-Bedarfs und dem Bedarf des Referenzgebäudes muss natürlich erhalten bleiben.

  • Eine Einordnung des Gebäudezustandes ist durch die Darstellung recht anschaulich aufgezeigt. Der Bezug zu Effizienzklassen bei Haushaltsgeräten usw. wird dem Verbraucher aufgedrängt.
    Energieeffizienz ist für eine einfache Einteilung wie bei Lampen doch wesentlicher komplexer und deswegen sehr vereinfacht dargestellt. Es besteht die Gefahr, dass wie bei Kühlschränken jedes Jahr noch ein Plus dazukommt.

  • Finde ich gut, da man trotz Einteilung in Klassen noch den Wert ablesen kann und somit sieht, wo man steht. Eine reine Einordnung in Klassen wäre für mich nicht akzeptabel, da dann meistens nur die Ausrichtung am unteren Level erfolgen würde.

  • Für Nutzer sind auch die Bezeichnungen der Vergleichswerte für die Energieeffizienzklassen wichtig. Hierzu müsste es zu den jeweiligen Nutzungsarten Angaben im Energieausweis geben. Die alleinige Angabe der Klassifizierung ist nicht sehr transparent.
    Grundsätzlich finde ich die Bandtacho Variante gut, denn so kann auch der Nicht-Fachmann mit einer inzwischen gewohnten Skala gut und besser unterscheiden bzw. auch schlechte Lösungen einfach erkennen. Problematisch ist aber andererseits, dass aus einem sehr komplexen Sachverhalt ein zu stark vereinfachter einzelner Zahlenwert wird: Man kann daraus beispielsweise nicht erkennen, wie Wärmedämmung oder Anlagenqualität zueinander stehen. Auch die für den Endverbraucher relevante Frage, wie hoch denn die Heizkosten sein werden, lässt sich daraus nicht ablesen. Die Rechnungsmethodik wird sich auch stets ändern, sodass eine Bandskala und auch der Wert von 2014 mit einer von 2020 wahrscheinlich nicht vergleichbar sein wird.

  • Häuser können schlicht wegen der Vielfältigkeit so nicht eingestuft werden. Hier gibt doch die KfW Qualifizierung oft schon genug Auskunft.

  • Immer noch ein Unterschied zu anderen Skalen (vergleich Kühlschrank, ...), die Lesbarkeit ist nicht besser geworden.
    Immerhin der Schritt in die richtige Richtung, besser wäre jedoch das Stufenlabel!

  • Kunde, Mieter oder Käufer, der sich mit diesem Thema weniger beschäftigt, kann so der Energieverbrauch besser verstehen. Außerdem kennen die Leute bereits die Effizienzklassen auch von anderen Produkten, z.B. Elektrogeräte, Reifen usw.
    Lieber ein Kompromiss, als noch länger auf die EnEV warten!
    Man sollte auch an den Kosten nutzen Faktor denken!!! Was kostet eine gedämmte Fassade bis 200 mm was darüber ist wir immer unwirtschaftlich sein.

  • Die Regelung analog dem Energielabel ist zwar nicht schlecht, weil eventuell ein Laie den Energiebedarf des Gebäudes auf den ersten Blick noch besser einschätzen kann. Jedoch hängt der tatsächliche Energieverbrauch immer auch von dem Nutzungsverhalten der jeweiligen Bewohner ab. So werden Familien mit Kindern und Hausfrau oder Arbeitslose üblicherweise wesentlich mehr heizen, als ein berufstätiges Ehepaar. Also könnten die Energieklassen auch irreführend sein. (Aber das war auch schon beim bisherigen farbigen Balken der Fall.)

  • Sicherlich ist der Energieausweis jetzt plakativer als bisher, jedoch für die Kunden weiterhin nicht transparent. Das fängt bereits mit den Angaben zur AN (übliche Aussage dazu: "Ist das meine Wohnfläche? .... passt aber nicht!") Auf der Farbskala sollten als die Referenzgebäude - Neubau und Bestandsbau im Vergleich, aber auch der Vergleichswert für ein Gebäude aus der gleichen Baualtersklasse mit ähnlichem Dämmwert auftauchen. Dies könnte beispielsweise in der Software zu Beginn angegeben werden. Die Werte könnten aus dem Datenbestand der ARGE e.V. aus Kiel o. ä. entnommen werden.

  • Verbraucherfreundlicher Vergleich analog Haushaltsgeräten möglich. Jedoch muss eine verbindliche Einstufungshilfe der Klassen mit Bezug auf den energetischen Standard und den Gebäudetyp erfolgen (Reihenhaus, Mehrfamilienhaus (MFH) Lagerhalle, Büro, usw.) Dies muss für jeden Typ erstellt und fortgeführt werden (Branchendurchschnitt analog den KfW-Förderprogrammen).

  • Vielleicht kann ein Hausbesitzer durch diese Darstellung einen besseren Zusammenhang seines Energiebedarfs erkennen.

  • Vorteil ist sicherlich die kompakte Darstellung die den Bericht damit übersichtlich hält. Nachteil liegt vermutlich in der Wirkung auf den nicht technisch versierten Leser. Die Buchstaben sind in der bekannten vertikalen Ausrichtung visuell besser/einfacher zu interpretieren.

  • Wenn der spezifische Energiebedarf eines Objektes bekannt ist, dann benötigt man meiner Meinung nach keine Einteilung mehr in Klassen, da diese Einteilung zu Unsicherheiten bei einer Betrachtung und Bewertung führen kann.

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Argumente für "Finde ich ... nicht zufriedenstellend!"

  • Besser wäre, wenn überhaupt nur 3 bis 4 Klassen zu definieren.
    Der Verbraucher oder Nutzer einer Immobilie kann in der Regel mit den Daten nichts anfangen. Dies sollte in kW=EUR und Verbrauch oder Bedarf dargestellt werden.

  • Die Bandbreite des Tachos Von 0-250 kWh ist zu gering.
    Die Darstellung zeigt immer nur den Ist-Zustand. Speziell im Gebäudebestand zeigt es nicht das Optimum. Hier sollten zwei Skalen, Ist-Zustand und Optimum ausgewiesen werden.

  • Die Einteilung in Klassen macht einen Vergleich für den Nichtfachmann zwar einfacher, doch die Angaben im Energieausweis haben leider mit der Realität immer noch wenig zu tun. Besonders der Primärenergiebedarf wird erheblich durch den "politischen Willen" beeinflusst.

  • Die Klassen sind willkürlich angesetzt und werden wahrscheinlich mit jeder EnEV-Fortschreibung wieder geändert, was dann für Verwirrung sorgen wird. Außerdem gibt es im Neubau-Bereich zu wenige Klassen.

  • Die Übertragung von Kategorien, die ihre Berechtigung bei Geräten durchaus hat, auf Gebäude bleibt fragwürdig: Häuser sind keine Maschinen. Und die EnEV-Berechnung ist keine Strommessung. Aber wichtiger aussehen wird der Tacho mit Klassen ...

  • Die Zahlen- sowie die Effizienzklassifizierung hat sehr wenig Aussagekraft für den Laien. Vergleichswerte für Neubau- und Effizienzhausniveau wären gute Referenzwerte.

  • Eher verwirrend, da der Pfeil für Endenergiebedarf viel weiter rechts liegen kann als der Primärenergiebedarf (beispielsweise Fernwärme mit fP= 0,36 oder Hackschnitzelnutzung mit fP=0,2! Die Bedeutung von End- und Primärenergiebedarf muss der Kunde erst mal verstehen. Schätze es gibt dafür noch viel Erklärungsbedarf.

  • Ein schlechtes B kann in der Praxis schlechter sein als ein gutes C. Für die Vermarktung ist C jedoch schlechter als B. Die Stufung mit exakten Grenzen gaukelt eine Rechengenauigkeit vor, die faktisch nicht vorhanden ist. Daher ist der "fließende" Pfeil am Bandtacho die bessere Lösung.

  • Eine Einstufung in Buchstabenklassen halte ich nicht für sinnvoll. Eine Immobilie ist kein Elektrogerät. Der Energieausweis ist ein Faktor von vielen bei einer Immobilie.

  • Es besteht bei solch groben Stufen die Gefahr, dass beispielsweise wegen +/- 0,1 kWh eine Stufe erreicht oder verfehlt wird. Das lädt schlimmstenfalls zum Mogeln ein bzw. bestenfalls wird beispielsweise durch den Einbau einer anderen Umwälzpumpe eine ganze Stufe besser erreicht.

  • Gebäude mit sehr niedrigem Verbrauch, Passivhäuser und Energie- Plushäuser lassen sich mit dieser Lösung nicht gut genug kennzeichnen. Diese Gebäude möchten wir aber in naher Zukunft haben. Warum werden sie dann in den Energieausweisen nicht berücksichtigt? Soll es dann aussehen wie beim Kauf einer Waschmaschine AA+++ ???

  • Ich finde ein Bandtacho mit den KfW Effizienzhausstufen besser. Die Effizienzklassen kennt kaum jemand.

  • Die Lösung ist nicht übersichtlich und eindeutig. Den Bandtacho versteht doch jeder auch nur halbwegs gebildete Mitbürger, bei zwei unterschiedlichen Darstellungen und Kennzeichnungen gibt es doch nur Verwirrung, zumal eine "Klasse" ein breites Spektrum umfasst und damit ungenau ist.

  • Meiner Meinung nach verunsichert die Rangfolge der Buchstaben die Auftraggeber weiter.

  • Mich stört die zunehmende Verklausulierung: Bei Gebäuden kann doch genauso gut von Zahlwerten anstelle der Eingruppierung in eine weitere Symbolik (Buchstaben) gesprochen werden. Muss man sich mit "A+" brüsten und das Gebäude liegt vielleicht am unteren Grenzwert von 25 kWh/(m²a). Die Relation zu wirklich sehr guten Gebäuden (Nullenergie, Plus-Energie) geht doch hier verloren. Wer legt die Grenzen fest? Wie stark verändert sich die Technik? Werden übliche gute und wirtschaftliche Bauweise nicht in Abseits gestellt, nur weil diese "A" verpassen in ihrer Gesamtheit und Nachhaltigkeit jedoch wertvoller sind? Wo bleibt der Industriebau und gibt es dann zwei unterschiedliche Bewertungssysteme für WG und NWG. Ist folglich ein hochgradig energetisch optimiertes Büro mit "B" schlechter als ein Wohnungsbau mit "A" in dem nicht ständig Licht leuchtete oder die Gebäudekonditionierung läuft? Nach meiner Ansicht gibt eine Gruppierung keine weiteren Aufschlüsse, daher sollte man für die Regelung kein Geld verwenden!

  • Viele Gebäude werden bei diesem Modell in den roten Bereich abdriften, welche jetzt noch gute Werte besitzen.

  • Warum A+ ? Das zeigt doch, dass die Buchstabenklassifizierung bereits veraltet ist. Irgendwann kommt sicherlich noch A++. Die Zahlenreihe mit der Hintergrundfarbe reicht doch vollkommen aus.

  • Was kommt in naher Zukunft: A+++++ so, wie beim Kühlschrank? Eine Skala, die man nicht mehr nach oben (A) erweitern kann, ist nicht sinnvoll.

  • Wenn jetzt zusätzlich zu den KfW-Effizienzhaus-Standards Effizienzklassen eingeführt werden überfordert dies meiner Meinung nach den Bauherrn als Laien.

  • Zwang und staatliche Regulierung sind immer die schlechteste aller denkbaren Lösungen. Das muss der Markt regeln. Wenn ein Mieter eine Wohnung mit Energieausweis möchte, dann soll er unter den Wohnung mit Ausweis aussuchen. Es ist nicht nur aufwendig, einen Handwerker zu finden, der gerade Zeit/Lust/Können hat, diese Ausweise korrekt auszustellen. Aber wer erklärt bitte den meist ahnungslosen Mietern (denen in der Regel sogar der Unterschied zwischen Warm- und Kaltmiete erklärt werden muss, wer Elektrizität bezahlt usw.) den Unterschied zwischen Primär- und Endenergiebedarf? Die Bestimmungen sind eine weitere totale Staatskontrolle und Regulierungswut mit Entmündigung der Marktteilnehmer, die Lasten trägt die "Privatwirtschaft", in diesem Fall der Vermieter. Gleichzeitig soll saniert und am liebsten auch noch die Mieten gedeckelt werden, während alle Kosten einschließlich der Grundsteuer steigen? Das kann nur Politik.

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Argumente für "Finde ich ... sehr schlecht!"

  • Mehrere A-Klassen; Keine Unterteilung in Alt und Neubau, beispielsweise: Für einen Altbau wäre B / C schon ein gefühltes A ++.; Falls das Gebäude saniert worden ist fehlt der alte Wert, so dass ein Käufer oder Neumieter die Verbesserung erkennt;
    Balkendiagramme sind dem Verbraucher geläufig und besser nachvollziehbar.

  • Bei Geräten in der Küche ist die Kennzeichnung geläufig. Dies auf ein Haus zu übertragen ist nicht sinnvoll da der Verbraucher mehr an Werten/Zahlen orientiert ist!!

  • Der Auftraggeber wird den Aussteller auffordern, auf Teufel komm raus, den nächst besseren Buchstabenwert zu erreichen.

  • Mit den Buchstabenklassen wird man sich ab jetzt zunehmend in die Tasche lügen, um sich einen Marktvorteil zu verschaffen. Es ist wie beim Autofahren - kaum jemand wird den ausgewiesenen DIN-Verbrauch erreichen. Schlussendlich entscheidet das Nutzerverhalten der Bewohner.

  • Die Angaben im Energieausweis erlauben bekanntlich keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch. Dies steht bereits so im Energieausweis drin, und es entspricht leider auch der Lebenswirklichkeit. Eine Einteilung in Effizienzklassen suggeriert dem Verbraucher jedoch, dass es sich um realistische Werte handle, wie es z.B. bei Kühlschränken der Fall ist. Hier wird die systematische Irreführung des Verbrauchers auf die Spitze getrieben.

  • Die Entscheidung finde ich nicht richtig. Die Effizienzklassen sind in ihrer Erweiterungsmöglichkeit schon lange am Ende. Wie viel +++ will man denn noch anfügen? ....

  • Effizienzklassen sind nicht definiert. wenn dann A-.. und nicht A + oder wie bei Kühlschränken A +++ bis ...... außerdem ist die Bandbreite zu groß. Wenn schon, dann in 10er Schritten.

  • Es ist sehr verwirrend zwei Angaben die unterschiedliche Werte haben aber das gleiche meinen gedanklich unter einen Hut zu bringen.

  • Hier wird eine Abschaffung des Bandtachos zu Gunsten einfacher Buchstaben(Effizienz)klassen vorbereitet. Reine Buchstaben(Effizienz)klassen sind nichtssagend. Warum also zusätzlich noch Buchstaben(Effizienz)klassen? Folglich: überflüssig!

  • Hinsichtlich der Effizienzklassen hat sich bei allen anderen Produkten eine konkrete Darstellung durchgesetzt, die dem Verbraucher geläufig ist und die Effizienz-Klasse deutlich erkennbar darstellt. Der Bandtacho erfüllt beide Kriterien nicht.

  • Noch immer ist nicht festgelegt, dass im Ausweis die reine Wohnfläche (d.h. ohne den Balkon-/Terrassen-Anteil von 50 Prozent, neu nur 25 Prozent, der bei Eigentums-Wohnanlagen laut Teilungs-Erklärung inklusive ist) anzusetzen ist. So ist beispielsweise kein Vergleich mit Miet- Wohnungsanlagen ohne Balkone und Terrassen sinnvoll möglich. Und wie sieht es bei den kWh bei zentraler Warmwasserbereitung aus, ca. 15 Prozent abziehen?

  • Unübersichtlich "A" sollte der beste Wert (= 0) sein, sonst bekommen wir den gleichen Blödsinn wie bei Geräten mit A++++. Aber dort hängt es am Berechnungsmodus. Außerdem kann im Altbau unter Umständen ein Haus mit 100 ja durchaus gut sein.
    Zahlenwerte sind vollkommen ausreichend.

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Fazit: Bandtacho plus Effizienzklassen kommt gut an

Sind Sie vom Ergebnis überrascht? Offensichtlich war es keine schlechte Idee des Bundesrates diese Änderung des Energieausweise als Maßgabe zur EnEV 2014 zu fordern. Die Teilnehmer an unserer Umfrage sind - wie Sie auch an den Kommentaren erkennen - größtenteils Fachleute, die die EnEV in ihrer Bauberatung, Planung und Ausführung professionell anwenden. 79 Prozent finden den Energieausweis mit Bandtacho plus Effizienzklassen entweder sehr gut oder akzeptabel. Die Argumente der Kritiker lassen sich allerdings auch nicht ignorieren, stammen sie doch aus der jahrelangen Erfahrung unserer Leser mit dem Energieausweis. Man kann nur hoffen, dass die nächsten EnEV-Novellen auch für diese kritisierten Aspekte eine zukunftsfähige Lösung weiterentwickeln.

Autorin: Melita Tuschinski
Redaktion EnEV-online.de

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Quellen und weitere Informationen:

-> EnEV 2014: Kurzinfo für die Praxis Info-Broschüren (pdf)

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